Bai Dinh-Pagode

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen mit der Göttin der Barmherzigkeit in wunderschöner Eintracht

Der Chua Bai Dinh ist der größte Tempel- und Pagodenkomplex Vietnams und wurde von 1065-1141 von dem Mönch Nguyen Minh Khong errichtet.

Hinter dem imposanten Eingangstor führen zwei überdachte Treppen zu den einzelnen Tempeln hinauf. Entlang der Treppen, die insgesamt 500 Stufen umfassen, befinden sich ebenfalls 500 weiße Alabaster- Statuen von Buddhas. Hinter den überlebensgroßen Statuen befinden sich weitere Hunderte goldene Buddhafiguren in kleinen Nischen.

Mit umgerechnet 3700 € ist man dabei: Wenn man diese Summe an den Tempelkomplex spendet, erhält man eine dieser kleinen vergoldeten Buddhafiguren. Man wird auch namentlich an der Wand verewigt. Ich war kurz am Überlegen….und erinnerte mich dann doch an meine 4-8 Buddhafiguren, die ich zuhause stehen habe ;-).

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Im Zentrum der Anlage erhebt sich der Glockenturm mit der größten Glocke Vietnams, die 36t schwer ist und 2006 in Hue gegossen wurde. Es werden 8-10 Mönche benötigt, um den schweren Schlegel zu bewegen, um die Glocke zum Läuten zu bringen. Auf dem Hauptplatz gelangt man in die Phap-Chu-Pagode, in der der größte, 10 Meter hohe und 100 Tonnen schwere Buddha angebetet wird. Historisch interessant ist die Swastika auf dem Korpus des Buddha. Die erste Swastika wird in Asien etwa 10000 v. Chr. datiert und  wird bis heute als religiöses Glückssymbol verwendet. Wie ein Österreicher im 20. Jahrhundert das Ornament uminterpretierte, ist eine andere Geschichte.

Vor der Pagode steht fast unscheinbar in der Ecke unfassbar eine in Holz „versteinerte“, einst lebende Schildkröte als Symbol für langes Leben. Ein unglaublicher Fund!

In einer weiteren Pagode wird Quan Am gehuldigt, eine der wichtigsten Buddhafiguren, die meist eine weibliche, manchmal eine androgyne Darstellung erhält. Guan Yin, im vietnamesischen Quan Am ist die Göttin der Barmherzigkeit, meine Lieblingsgöttin, um die sich mehrere Mythen ranken, was ich noch im nächsten Artikel beschreibe.

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Madame Hien

Das Restaurant des bretonischen Kochs Didier Corlou ist inmitten der Altstadt Ha Nois in einem wunderschön restaurierten Haus mit einem romantisch anmutenden Außenbereich beheimatet.

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Madame Hien, 15 Chan Cam, Ha Noi

Der Name des Restaurants „Madame Hien“ ist gleichsam Programm des Restaurants und eine Hommage an die verstorbene Schwiegermutter von Didier Corlou.  Corlous bereits drittes Restaurant in Ha Noi bietet eine einzigartige kreative Kombination von vietnamesischem Streetfood und französischer Haute Cuisine an.

Madame Hien                                           Bun Cha

In Hennebont, in der Region Brittany, geboren, erkundete Didier Corlou nach seiner Ausbildung in französischen Restaurants zahlreiche exotische Gewürze und Speisen in verschiedenen Ländern und Kontinenten, unter anderem Afrika, Asien, Bora Bora, Malaysia, Kambodscha, Indien und der Karibik.

Als einer der ersten Chefköche, die nach dem Krieg nach Vietnam kamen, verfolgte er seinen persönlichen Wunsch, die der vietnamesischen Küche gebührende Wertschätzung wiederzuerlangen. Und um die Qualität und Einzigartigkeit der vietnamesischen Küche zu verbreiten, bietet er nicht nur Kochkurse für die Öffentlichkeit an, sondern bildet regelmäßig internationale und vietnamesische Köche aus.

Wonderland of Beauty – das Opernhaus Ha Nois

Versetzt in die neobarocke Zeit des Napoleons III

Das Opernhaus in Ha Noi wurde zwischen 1901 und 1911 wärend der französischen Kolonialzeit errichtet und lehnt sich architektonisch an das Palais Garnier an, das 1875 unter dem Baumeister und Architekten Charles Garnier im Auftrag von Napoleon III erbaut wurde.

Opéra Garnier de ParisPalais Garnier, Paris

Nicht nur die spektakuläre Marmortreppe im Grand Foyer, sondern auch der in roten und goldenen Farbtönen dekorierte Zuschauerraum erinnern an das Pariser Vorbild und bieten dem Publikum eine angemessene Bühne für das „Schaulaufen“, dem Sehen und Gesehen-Werdens.

Im Opernhaus gastieren nicht nur das Hanoi Philharmonie Prchester, sondern auch das National Ballett, das unter anderem auch Schwanensee im Repertoire hat.

Vor zwei Wochen gab es für zwei Tage die einmalige Gelegenheit, einem modernen Remake von Nussknacker beizuwohnen, in dem klassisches Ballett mit vietnamesischen traditionellen Tanz zu einem einzigartigen lebendigen Kaleidoskop der vietnamesischen Kultur kombiniert wurden. Unter dem künstlerischen Direktor Emeritus Tran Ly Ly Nhac truong sowie dem Choreographen Emeritus Thu Lan formierte sich die Geschichte von Nussknacker und der jungen Abenteuerin Clara zu einer wunderschönen Erzählung von einem Traumland, in dem keine Grenzen existieren und allein der Wunsch existiert, eine Einheit in Schönheit zu bilden.

Die „36 Straßen“ der Handwerkskünste

– obwohl es noch viel mehr sind….

Die Altstadt in Ha Noi grenzt südlich unmittelbar an den wunderschönen Hoan-Kiem-See, die Seele Ha Nois, und erstreckt sich gen Norden bis zur Long-Bien-Brücke. Die Altstadt ist ein Phänomen für sich. Sie besteht aus unzähligen Straßen, die sich weiter in kleinere Gassen verzweigen. Als Tourist hat man bereits in der zweiten Querstraße den Überblick verloren und beginnt an seinem Orientierungssinn zu zweifeln, da in jeder Straße eine Vielzahl von kleineren Geschäften beherbergt sind, die zum Teil nicht größer als 4-10 Quadratmetern sind. Hinter den wenigen Quadratmetern Verkaufsfläche erstrecken sich dann die Werkstatt, die Wohnung der Familie, ein Innenhof und Abstallflächen in Form von Röhrenhäusern. Ein Röhrenhaus von einer Breite von 3 Metern und einer Länge von 50 Metern sind keine Seltenheit.

Aus dem 15. Jahrhundert stammt die Beschreibung der Altstadt als die Stadt der „36 Straßen“, da es zu der Zeit eben soviel Handwerkskünste gab. Die Handwerker haben sich zu Zünften zusammengeschlossen und wohnten nah beieinander in der jeweils eigenen Gasse. Diese Besonderheit ist heute noch in der Altstadt zu entdecken. Es ist absolut faszinierend zu sehen, dass in einer Straße bzw. Gasse mindestens 10 Geschäfte mit der gleichen Ware zu finden sind.

Dieser Umstand lässt sich dann auch an den Straßennamen erkennen. Viele Straßennamen beginnen mit Hang, was „Ware“ oder „Geschäft“ bedeutet. So gibt es die Hang Bac, die Silberstraße, die Hang Bo, die Straße der Bambuskörbe, die Hang Bong, die Baumwollstraße (Textilien), die Hang Dao, die Seidenstraße, die Hang Hom, die Straße der Malerfarben, die Hang Quat, die Straße der Holzschnitzereien (Altäre und Druckstöcke), die Hang Non, die Straße der Musikinstrumente, die Hang Thiec, die Straße der Blechwaren (Aluminium, Spiegel), oder die Lan Ong, die Straße der traditionellen Medizin, um nur einige zu nennen.

In meinem Jahr in Ha Noi habe ich es mir nun zur Aufgabe gemacht, die Altstadt mit den einzelnen Straßen und ihren besonderen Waren zu kartografieren.

Hang Ma, die Straße der Papierwaren, heute mit Christmas-Dekoartikeln

Hang Quat, die Straße der Holzschnitzereien, Altäre und Druckstöcke

Lan Ong, die Straße der traditionellen Medizin

Hang Thiec, die Blech- und Aluminiumstraße und Hang Bo (Bambus)

Es gibt auch noch Geschäfte im Hinterhaus

Meine folgenden Samstage sind damit verplant, weitere Straßen in der Altstadt kennenzulernen und zu kartografieren. Ich bin neugierig, was sich mir noch alles eröffnet…..

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Glück und Erfolg möchte jeder- ohne Geschenke geht gar nichts

Jede vietnamesische Familie hat ihren Ahnenaltar und huldigt den Verstorbenen, indem Bilder und Gegenstände der verstorbenen Familienmitglieder aufgestellt und Räucherstäbchen angezündet werden. Diese Ahnenaltäre werden im Haus am höchsten Punkt, also meist im Dachgeschoss oder auf dem obersten Balkon platziert. Die höchste Platzierung im Haus symbolisiert Glück, das von den Ahnen erbeten wird.

In jedem Geschäft oder Shop sieht man in Ha Noi ebenfalls kleine buddhistische Altäre, die meist auf dem Boden hinter dem Eingang stehen und der Anbetung des Glücks und Erfolgs dienen.

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Noch mehr Geschenke für die Gunst des lächelnden Buddhas

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Dem Buddha des Reichtums und des Erfolgs werden jede Menge Obst, Getränke, wie Coca-Cola, Sprite oder Tee, Reiswein, Blumen, Betelnüsse sowie viele persönliche Geschenke dargereicht, auf dass Glück und Erfolg in das Geschäft einziehen mögen.

Ich bleibe bei meiner Glückskatze

Graffiti in Ha Noi

Mein Herz als Kunsthistorikerin schlägt höher. Inmitten des Trubels und Gewusels entdecke ich in ganz versteckten Winkeln und Gässchen eine fantastische Graffiti und eine qualitätvolle Bildsprache. Mir hat es die Sprache verschlagen,ich wollte nur noch still staunen.

Stärker Ausdruck im Hinterhof

Diese Trägerin ist nicht echt

Unterhalb der Eisenbahnschienen eröffnet sich in jedem Torbogen eine andere Welt

Schlafen im Dorm bei den White Thais

Etwa 130 Kilometer südlich von Ha Noi liegt Mai Chau in der Region von Hoa Binh in einer wunderschönen Talebene mit Reisfeldern umringt von kegelförmigen Bergen, an deren Spitzen sich die Wolken verhaken.

Das Besondere an Mai Chau ist, dass hier noch jene Nachfahren der Stämme der White Thai und Black Thai leben, die ursprünglich aus Thailand über China nach Nordvietnam einwanderten und sich dort niederließen. Von den insgesamt 48500 Einwohnern sind die White Thais in der Mehrheit.

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Die White Thais pflegen vorrangig aus touristischen Gründen ihre Kultur, indem sie ihre Kleidung und Stoffe selbst weben, wobei sich hier auch bereits die Nachricht verbreitete, dass die Stoffe aus China stammen sollten.

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Dennoch sitzen die Thai-Frauen noch an ihren Webstühlen. Auch spricht der Stamm noch seine eigene Sprache und lebt in Stelzen-Häusern, nicht unähnlich den kleineren Stelzenhäusern der Ifugao in Banaue, den philippinischen Reisfeldern.

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Oben wohnt die Familie in einem Raum, dem Dorm, in dem geschlafen, gekocht und gewaschen wird. Das Haus auf Stelzen wurde aus Schutz vor Tigern und Schlangen, die es in früherer Zeit hier gab, entworfen. Heute sind unterhalb jeder Wohnung zwischen den Stelzen die Verkaufsshops untergebracht. Auch ich konnte nicht widerstehen und habe mir Schals und Tagesdecken für nur 15 € gekauft – ein Schnäppchen.

Zu den Touristenattraktionen gehört, zu wohnen und zu schlafen wie die White Thais. So rollt dann jeder Tourist seine Matratze und seine Decke vor dem glaslosen Fenster aus und harrt der Geräusche der Nacht.

Bis zu 15 Personen können in einem Dorm schlafen. Das ist wie in einem großen Matratzenlager auf der Berghütte.

Die Natur ist wunderschön und erdet smog -genervte Expats aus Hanoi.

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Steuersparmodell: Tunnelhäuser

Nicht nur in der dicht besiedelten Altstadt um den wunderschönen See Hoan Kiem herum, sondern auch im restlichen Ha Noi sowie in den kleineren Bergdörfern sieht man 5-6stöckige schmale Häuser mit nur einem großen Fenster und verschnörkelter Fassade, deren französisch anmutender architektonischer Schick mit leicht morbidem Charme mich täglich staunen lässt. img_3021.jpg

Die sogenannten Tunnelhäuser haben zum Teil nur eine Breite von 3 Metern, erstrecken sich jedoch in einer Tiefe bis zur nächsten Parallelstrasse 15 bis 20 Meter. Die Bauplätze waren früher Reisfelder und je schmaler und kleiner das Grundstück, desto mehr Steuern spart man. Hinzu kommt die Tatsache, wie in jeder Megametropole, dass die Grundstückspreise an der Straße vorne am höchsten sind. Und je weiter sich das Haus in die Tiefe erstreckt, desto günstiger werden die Preise img_3094-1.jpg

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Wie richtet man solche Häuser ein?

Grab – das Taxi zur Glückseligkeit

Wie der Grabtaxi-Fahrer mein Missgeschick abwendete

Wenn man Asien bereist und sich damit konfrontiert sieht, in den Millionenmetropolen schnellstmöglichst von A nach B zu kommen , ist man als Europäer, und auf jeden Fall als Deutscher, der von dem deutschen Nah- und Taxiverkehr nicht sehr verwöhnt ist,  von der gewinnenden, unkomplizierten Logistik der Grabtaxis und deren Service   angenehm überrascht. Ich war nicht nur positiv überrascht, sondern regelrecht geflasht, dass ich mitten in Hanoi lediglich 2 Minuten auf ein Grabtaxi oder Grabbike wartete, das mich dann durch den wuselnden Verkehr für umgerechnet maximal 2 € etwa 5 Kilometer weit fährt.  Über die Grab App bestellt man sich das Taxi oder Bike, gibt Abholort und Zielort ein und bekommt sofort das Autokennzeichen sowie den Namen des Fahrers mitgeteilt. Das geht innerhalb von Sekunden.

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Und natürlich passiert auch mal etwas. Gestern war so ein „verhexter“ Tag, an dem ich besser einfach „unter der Bettdecke“ geblieben wäre. Nach einem anstrengenden Tag ließ ich mich müde und kaputt von einem Grabtaxi nach Hause bringen, ich bezahlte meine Fahrt, stieg aus, stand am Straßenrand, kramte in meiner Tasche und erkannte, dass ich mein Portemonnaie  im Taxi habe liegen lassen, das schon weiter gefahren war. Kreditkarten, Geld, Ausweis, alles weg!

img_3082Shit happens: In solchen Situationen möchte man die Zeit stoppen und zurückdrehen.

Mit einer Freundin habe ich dann den Support von Grab kontaktiert, sie versprachen sich zu kümmern. Der Fahrer selbst hatte sich am gleichen Abend noch per Facebook bei mir gemeldet und am nächsten Tag hatte ich meine Geldbörse mit Inhalt zurück.  Nichtsdestotrotz hatte der Grab Support auch noch mal bei mir nachgefragt, ob ich meinen Inhalt auch komplett zurück bekommen habe. Ich fühlte mich nach diesem Missgeschick von Grab rundum versorgt und betreut. Und ich muss gestehen, ich hatte das nicht erwartet.

Ich zähle mich nun zu den treuesten Fans von Grab und wenn Ihr in Hanoi eine strahlende lachende Frau auf dem Rücksitz eines Grab Bikes seht, dann bin ich das…..

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