Wie eine Prinzessin, die von ihrem Vater verstoßen wurde, zur wichtigsten Göttin im südostasiatischen Raum wurde
Quan Am, im chinesischen Raum Guan Yin genannt, sitzt auf einer Lotusblume und zeichnet sich durch ihre weibliche Darstellung mit etwa 42 Armen (manchmal auch 98 Armen) und ebenso vielen Augen aus. Sie ist vergleichbar mit der Bedeutung der heiligen Maria im Christentum. Da ich von der Legende so fasziniert war, möchte ich sie hier wiedergeben.
Die dritte Tochter Maio Shan des Regenten des Nördlichen Königreiches Chaung Wan sollte verheiratet werden, was sie verweigert hatte. Daraufhin wurde ihr Vater so zornig, dass sie dem Kloster des weißen Vogels beitrat, um ihr Leben als Nonne zu fristen. Ihr Vater befahl, dass sie „niedrigste Arbeiten verrichten und dann heimkehren solle“. Die Prinzessin blieb jedoch standhaft und kehrte nicht zurück. Daraufhin gab der Vater den Befehl, die Tochter erstechen zu lassen, was jedoch nicht gelang.

Dann ließ er sie ersticken, wodurch sie in die Unterwelt gelangte. Der Herrscher der Unterwelt erkannte jedoch ihr gutes Wesen und schickte sie wieder zurück. So schwebte sie auf einer Lotusblüte zu einer Insel, wo sie als Göttin den Kranken half. Dann hörte sie davon, dass ihr Vater schwer erblindet sei, und er nur durch ein neues Auge geheilt werden konnte. Die barmherzige Göttin opferte ihr Auge und ließ es zu ihrem Vater bringen, der wieder gesund wurde. Daraufhin erbarmte sich der Vater und betete für seine Tochter, der vom Himmel ein neues Auge geschickt wurde.
Seitdem werden im südostasiatischen Raum Götterstatuen mit tausend Armen und tausend Augen aufgestellt. Die Menschen suchen bei ihr Trost, Glück und Hilfe bei gesundheitlichen und finanziellen Problemen, aber auch bei Kinderwunsch.
lol
Sehr schön 😍